Die FCG-KdEÖ unternimmt derzeit verschiedene Versuche die Justizwache aus der Negativberichterstattung der Medien herauszubringen bzw. die konkreten Vorfälle entsprechend zu relativieren, welche leider indirekt und daher pauschal den ganzen Wachkörper in ein sehr schlechtes Licht rücken.

Obwohl in den meisten der Öffentlichkeit präsentierten Fällen die Zuständigkeit nicht bei der Justizwache liegt, weil entweder Staatsanwaltschaften, Gerichte oder andere Fachbereiche (Gutachter, Ärzte, nahezu alle Fachdienste insbesondere der Pflegedienst) involviert sind, wird in der öffentlichen Meinung für bedauerlich zutreffende Missstände die Justizwache verantwortlich gemacht.

Missstände sind völlig inakzeptabel und gehören sofort abgestellt, jedoch müssen die wirklich zuständigen Stellen auch aktiv daran mitwirken. Es kann nicht sein, dass jetzt die Justizwache als medialer Prügelknabe der Nation für ein chronisches Systemproblem herhalten muss.

Den Plänen von Justizminister Dr. Wolfgang Branstetter stehen wir dialogbereit gegenüber, sofern in der neuen angekündigten Dienst- und Vollzugsoberbehörde eine interdisziplinäre Besetzung sichergestellt ist. Ferner müssen auch einige relevante Leitungsfunktionen mit geeigneten Leitenden Beamten (E1) ohne finanzielle Benachteilung besetzt werden.

Auf Initiative bzw. Antrag des Vorsitzenden der Justizwachegewerkschaft, Albin SIMMA, werden voraussichtlich am 11. Juli 2014 österreichweit Dienststellenversammlungen in den Justizanstalten stattfinden. Dort wird zu dieser Thematik eine Resulotion verlesen und die Kollegenschaft zur Diskussion eingeladen.

Wir bestehen auf keine eigene Strafvollzugsektion im Bundesministerium für Justiz, wie offensichtlich die Kollegen der FSG. Wir setzen unser Vertrauen in eine,  künftig bzw. endlich, funktionierende und schlagkräftige Behörde, welche vor allem in der Lage ist den guten Ruf der Justizwache zu wahren!

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