Süd-Tirol
Süd-Tirol, wurde 1918 gewaltsam von Italien besetzt und vom
Vaterland Österreich völkerrechtswidrig abgetrennt. Wenn auch nach
langem Ringen den Süd-Tirolern von Rom heute eine begrenzte
Selbstverwaltung zugestanden und im Zuge der europäischen
Entwicklung die Grenze zu Nord-Tirol jetzt durchlässiger geworden
ist, so stellt die Aufrechterhaltung der Teilung Tirols einen
Anachronismus und ein fortdauerndes Unrecht dar. Bis zum heutigen
Tag ist der dort lebenden Tiroler Bevölkerung die Ausübung des
international verankerten Selbstbestimmungsrechtes verwehrt worden.
Der südliche Teil Tirols hat heute knapp 500.000 Einwohner, davon
sind ca. 70 % der deutschen und 5 % der ladinischen Sprachgruppe
angehörig. In der erst nach dem 1. Weltkrieg (künstlich)
entstandenen Landeshauptstadt Bozen gibt es ein Gerichtsgefängnis
für ca. 150 Häftlinge, welches noch in der Habsburger Monarchie
errichtet und vom italienischen Staat nicht wesentlich verändert
wurde. Die vollzugstechnischen Standards in diesem Gefängnis sind
nicht vergleichbar mit einer österreichischen Justizanstalt, die
baulichen Verhältnisse sind darüber hinaus äußerst desolat.
Visionen für ein Tirol